Wie viel Schlaf ist zu viel?
Während zu wenig Schlaf bekanntermaßen die Gesundheit beeinträchtigen kann, zeigt sich nun: Auch zu viel Schlaf birgt Risiken. Eine Studie aus dem Jahr 2023 weist darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig mehr als acht Stunden schlafen, ihr Schlaganfall-Risiko deutlich erhöhen – und zwar um satte 46 Prozent.
Wer schläft, muss aufpassen – besonders Frauen und „neue Langschläfer“Die Forschenden identifizierten zwei besonders betroffene Gruppen: Frauen und sogenannte „neue Langschläfer“. Dabei handelt es sich um Personen, die früher normal schliefen – also sieben bis acht Stunden – und plötzlich deutlich länger im Bett verbringen. Bei diesen Menschen steigt das Risiko für einen Schlaganfall demnach um das Vierfache. Das ist alarmierend, besonders weil lange Nächte oft als Zeichen von Erholung gelten.
Warum das so ist, liegt möglicherweise nicht am Schlaf selbst, sondern an den Gründen dahinter. Langes Schlafen kann ein frühes Anzeichen für zugrundeliegende gesundheitliche Probleme sein – etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder eine veränderte Stoffwechsellage. Der Schlaf wird dann zur Reaktion des Körpers auf Belastungen, die oft unbemerkt bleiben.
Der Goldene Mittelweg zähltExperten raten daher: Achten Sie auf Ihre Schlafgewohnheiten – besonders, wenn sich diese plötzlich ändern. Wer früher um 7 Uhr aufstand und nun regelmäßig bis 9 Uhr schläft, sollte besser den Arzt konsultieren. Denn nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Schlaf kann ein Warnsignal sein. Die Botschaft ist klar: Regelmäßigkeit, ausgewogene Lebensweise und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper zählen mehr denn je.
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