Wie viele Menschen können ihre Zunge umdrehen?
Die Fähigkeit, die Zunge zu rollen – also die seitlichen Ränder nach oben zu krümmen, sodass eine Art Röhre entsteht –, ist bei vielen Menschen gegeben. Doch nicht jeder kann es. Laut verschiedenen Studien liegt der Anteil der sogenannten „Zungenroller“ zwischen 65 und 81 Prozent der Weltbevölkerung. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte der Menschen können ihre Zunge auf diese Weise formen, während der Rest diese spezielle Muskelkontrolle nicht beherrschen.
Interessanterweise scheint es hier kleine geschlechtsspezifische Unterschiede zu geben. Frauen sind leicht häufiger in der Lage, die Zunge zu rollen als Männer. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Fähigkeit genetisch bedingt ist, obwohl die Vererbung komplexer ist, als lange angenommen. Lange Zeit wurde Zungenrollen in Biologiebüchern als klassisches Beispiel für ein dominant vererbtes Merkmal genannt – doch heutige Erkenntnisse zeigen, dass Umweltfaktoren und mehrere Gene eine Rolle spielen könnten.
Übrigens: Wer als Kind das Zungenrollen nicht konnte, hat mit etwas Training trotzdem eine Chance. Manche Menschen lernen es später im Leben, indem sie gezielt die Zungenmuskulatur trainieren. Es ist also nicht ausschließlich eine Frage der Gene. Ob als Partytrick oder biologisches Phänomen – das Zungenrollen bleibt eine kleine, aber faszinierende Besonderheit des menschlichen Körpers.
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