Wie viele deutsche Soldaten starben im Zweiten Weltkrieg?
Die genaue Erfassung der Opfer unter den deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg ist historisch komplex, weshalb die Schätzungen lange Zeit stark variierten. Während das Statistische Bundesamt im Jahr 1991 von rund 5,5 Millionen Kriegstoten sprach, gingen ältere Quellen wie der Bevölkerungs-Ploetz von 1965 von bis zu 6,9 Millionen aus. Diese früheren Gesamtzahlen schlossen oft auch Vermisste und zivile Verluste ein.
Ein entscheidender Wendepunkt in der Aufarbeitung dieser dunklen Epoche war die umfassende Studie des Historikers Rüdiger Overmans aus dem Jahr 1999. Seine Untersuchung gilt bis heute als die wissenschaftlich präziseste Annäherung an das Thema.
Aus Overmans' Analyse geht hervor, dass zwischen 1939 und 1945 insgesamt rund 18,2 Millionen Soldaten in die Wehrmacht eingezogen wurden. Von diesen eingezogenen Männern verloren etwa 5,3 Millionen ihr Leben durch Kampfhandlungen, in Gefangenschaft oder an den Folgen von Verletzungen und Krankheiten. Das entspricht einem Anteil von rund 29 Prozent – statistisch gesehen kehrte also fast jeder dritte Soldat nicht mehr zurück. Diese Zahlen spiegeln das ungeheure Ausmaß der Verluste wider, das der von Deutschland entfachte Krieg forderte.
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