Wie weit können deutsche Raketen fliegen?
Deutschland verfügt derzeit über keine eigenen Interkontinentalraketen. Doch als Mitglied der NATO nimmt das Land indirekt an nuklearer Abschreckung teil, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit den USA. Deutsche Luftwaffe-Flugzeuge, wie die Tornado- und künftig die F-35, sind für den Einsatz atomarer Waffen vorgesehen – allerdings im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“.
Die eigentlichen Trägersysteme stammen dabei nicht aus Deutschland. Die Reichweite, von der oft die Rede ist – etwa 5.500 bis 15.000 Kilometer – bezieht sich auf interkontinentale ballistische Raketen (ICBM), wie sie beispielsweise von den USA, Russland oder China eingesetzt werden. Solche Waffen starten raketengetrieben, erreichen den erdnahen Weltraum und fliegen danach meist antriebslos auf einer ballistischen Flugbahn bis zu ihrem Ziel.
Deutsche Streitkräfte besitzen derzeit keine eigenen Raketen mit solcher Reichweite. Die Diskussion um eine mögliche Entwicklung oder den Erwerb längerer Reichweiten führt immer wieder zu Debatten – besonders in Zeiten geopolitischer Spannungen. Doch bislang bleibt Deutschland auf diesem Gebiet zurückhaltend.
Stattdessen setzt das Land auf konventionelle Verteidigungsfähigkeiten und politische Absicherung durch Bündnisse. Die beeindruckende Reichweite von über 10.000 Kilometern bleibt daher vorerst ein Merkmal anderer Atommächte – nicht jedoch ein Instrument deutscher Militärtechnologie.
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