Wie werden Zinsen berechnet – monatlich oder jährlich?

Bei einem Kredit oder einer Geldanlage ist der angegebene Zinssatz in der Regel immer jährlich. Das bedeutet: Wenn beispielsweise ein Effektiver Jahreszins von 6 % genannt wird, fallen pro Jahr 6 % Zinsen auf den Kreditbetrag an. Doch wie sieht es mit den monatlichen Kosten aus?

Um die monatlichen Zinsen zu berechnen, teilt man den jährlichen Zinssatz einfach durch 12. Bei 6 % p.a. wären das also 0,5 % pro Monat. Das hilft vor allem bei der Planung der monatlichen Ausgaben – besonders bei Ratenkrediten oder Baufinanzierungen, bei denen die Zinsen monatlich abgerechnet werden.

Wichtig ist jedoch: Obwohl die Berechnung oft so einfach aussieht, berücksichtigen viele Anbieter bei der tatsächlichen Abrechnung zusätzliche Faktoren wie Tilgung, Bearbeitungsgebühren oder eine unterjährige Verzinsung. In solchen Fällen kann der effektive Zins etwas höher ausfallen, als eine einfache Division vermuten lässt.

Ein Beispiel: Bei einem Kredit über 10.000 € mit 6 % Zinsen zahlt man theoretisch 600 € pro Jahr, also 50 € pro Monat rein an Zinsen. In der Praxis ändert sich dieser Betrag jedoch monatlich, da mit jeder Rate auch ein Teil der Schuld getilgt wird – der Zinsberechnungsbetrag wird also kleiner.

Für Verbraucher lohnt es sich daher, nicht nur den nominalen Zinssatz zu prüfen, sondern auch den effektiven Jahreszins, der alle Kosten berücksichtigt. So erhält man ein realistischeres Bild der tatsächlichen Kosten.

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