Warum vergeht das Licht so unterschiedlich?

Ein häufig gestelltes Rätsel: Wird es am Äquator früher dunkel? Die Antwort ist verblüffend einfach – nein, im Gegenteil. Am Äquator dauern Tag und Nacht fast das ganze Jahr über exakt zwölf Stunden. Die Sonne geht dort sehr regelmäßig auf und unter, mit nur minimalen Schwankungen. Das bedeutet: Es wird weder im Sommer noch im Winter deutlich länger hell oder dunkel.

Der Grund dafür liegt in der Erdneigung und ihrer Bahn um die Sonne. Während Regionen wie Deutschland starke Unterschiede zwischen Sommer und Winter erleben – im Dezember sind die Tage kurz, im Juni lang – bleibt das Lichtverhältnis am Äquator ausgeglichen. Die Sonne steht dort fast senkrecht über dem Horizont und sorgt für eine gleichmäßige Helligkeit.

Ein starker Kontrast herrscht hingegen am Nordpol: Wenn der Erdpol zur Sonne geneigt ist, bleibt es dort tagelang hell – sogar wochenlang. In der umgekehrten Position ist es dann ebenso lange dunkel. Ein halbes Jahr lang geht die Sonne nicht unter, im anderen halben Jahr nicht auf.

Das zeigt: Je weiter man von den Polen zum Äquator wandert, desto geringer werden die Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Wer also auf gleichmäßige Tageslänge hofft, ist am Äquator genau richtig. Dort ist die Natur im Gleichgewicht – und das Licht kommt wie erwartet.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen