Wohin mit dem Abwasser auf Kreuzfahrtschiffen?
Millionen Touristen genießen jedes Jahr die Aussicht vom Deck eines Kreuzfahrtschiffs – doch was passiert mit den Abwässern, die an Bord anfallen? Laut Angaben der Umweltschutzorganisation WWF reisen allein 80 Millionen Menschen jährlich über das Mittelmeer, viele davon auf großen Passagierschiffen.
Die Antwort ist klar: Fäkalien und Abwässer werden nicht einfach ins Meer geleitet. Moderne Kreuzfahrtschiffe verfügen über eigene Kläranlagen, in denen das Abwasser zunächst aufbereitet wird. Doch die endgültige Reinigung erfolgt meist an Land. Sobald das Schiff im Hafen liegt, werden die Restabwässer über Schläuche in die städtische Kanalisation gepumpt und dort wie anderes kommunales Abwasser gründlich gereinigt.
Früher war das leider anders: Bis vor einigen Jahren leiteten viele Schiffe ungeklärte oder nur teilweise behandelte Abwässer direkt in empfindliche Meeresgebiete wie die Ostsee. Das belastete die Umwelt erheblich. Heute gelten strengere Regeln – besonders in geschützten Gewässern –, die solche Praktiken verbieten.
Dennoch bleibt die Schifffahrt eine Herausforderung für die Meeresumwelt. Neben Abwasser fallen auch Müll, Schadstoffe aus dem Maschinenraum und Feinstaub aus den Schornsteinen an. Die Branche ist daher zunehmend unter Druck, sauberer zu werden – nicht zuletzt, weil auch die Passagiere heute sensibler sind für ökologische Fragen.
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