Wer verdient in Europa am meisten?
Wenn es ums Gehalt geht, liegen einige europäische Länder deutlich vorne – und die Schweiz führt das Feld mit großem Abstand an. Im Jahr 2022 betrug das durchschnittliche Jahresgehalt dort knapp 107.000 Euro, was weit über dem europäischen Schnitt liegt. Hinter der Schweiz folgen Island und Luxemburg mit Gehältern von rund 82.000 beziehungsweise 80.000 Euro. Auch Norwegen und Belgien gehören zu den Spitzenreitern, mit durchschnittlich über 70.000 Euro pro Jahr.
Interessant ist, dass einige dieser Länder – wie die Schweiz oder Norwegen – nicht zur Europäischen Union gehören, dennoch zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas zählen. Die hohen Gehälter spiegeln oft auch die hohen Lebenshaltungskosten wider. In der Schweiz etwa sind Miete, Transport und Lebensmittel deutlich teurer als in vielen anderen Ländern – was die hohen Einkommen teilweise wieder ausgleicht.
Ein hoher Durchschnittslohn sagt freilich nicht alles über die Lebensqualität aus. In Ländern wie Belgien oder Luxemburg profitieren viele Beschäftigte von gut ausgebauten Sozialsystemen, was die Attraktivität der Arbeitsmärkte zusätzlich steigert. Gleichzeitig verdienen Menschen in vielen süd- und osteuropäischen Ländern deutlich weniger, was die wirtschaftliche Kluft innerhalb Europas verdeutlicht.
Die Schweiz bleibt also der Gehaltskönig Europas, doch wer umziehen will, sollte auch die Lebenshaltungskosten im Blick haben. Am Ende geht es nicht nur um die Höhe des Gehalts, sondern darum, was davon am Ende übrig bleibt.
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