Die überraschende Antike des Käsekuchens

Wer an Käsekuchen denkt, hat meist die saftige Variante nach Omas Geheimrezept oder den cremigen New York Cheesecake vor Augen. Doch die Wurzeln dieses beliebten Desserts liegen viel weiter zurück, als die meisten vermuten. Anthropologische Erkenntnisse belegen, dass die Geschichte der süßen Versuchung bis tief in die griechische Antike reicht.

Schon bei den ersten Olympischen Spielen im Jahr 776 vor Christus soll den Athleten eine Form von Käsekuchen als Energiespender serviert worden sein. Das älteste schriftlich überlieferte Rezept geht auf einen griechischen Gelehrten zurück und lässt sich bis in das 16. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Damals bestand die Rezeptur natürlich noch nicht aus modernem Frischkäse, sondern aus zerstoßenem Quark, Honig und Weizenmehl, die auf erhitzten Tonformen gebacken wurden.

Mit der Eroberung Griechenlands übernahmen die alten Römer die geniale Neuentdeckung der Quarkverarbeitung. Sie verfeinerten das Gebäck mit Eiern und servierten es vorzugsweise warm zu feierlichen Anlässen. Durch die spätere Expansion des Römischen Reiches verbreitete sich die Idee über den gesamten europäischen Kontinent und legte den Grundstein für die unzähligen Variationen, die wir heute genießen.

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