Warum friere ich innerlich – und wann ist es besorgniserregend?

Es kommt jedem bekannt vor: Man fühlt sich von innen heraus kalt, zieht den Pullover an, trinkt heißen Tee – und trotzdem bleibt das Frösteln. Inneres Frieren ist keine Seltenheit, doch viele wissen nicht, woran es liegen könnte.

Meistens steckt kein schwerer Grund dahinter. Bei starkem Stress oder nach mehreren schlaflosen Nächten reagiert der Körper empfindlicher – auch auf Temperatur. Die Psyche spielt hier eine große Rolle: Bei Erschöpfung oder Depressionen kann das Kälteempfinden zunehmen. Auch bei Fibromyalgie, einer Erkrankung mit wechselnden Schmerzen und Müdigkeit, berichten Betroffene oft von einem ständigen Kältegefühl, selbst bei warmer Umgebung.

Ein plötzliches Frösteln dagegen kann ein erstes Warnzeichen sein – etwa bei einem beginnenden Infekt. Der Körper versucht dann, durch Zittern die Körpertemperatur zu erhöhen, um Viren oder Bakterien zu bekämpfen. Wenn es also ohne erkennbaren Grund plötzlich kalt wird, lohnt es sich, auf weitere Symptome zu achten: Halsschmerzen, Kopfweh oder Abgeschlagenheit können darauf hindeuten, dass sich eine Erkältung ankündigt.

Grundsätzlich ist Frieren eine natürliche Reaktion – der Körper will sich wärmen. Doch wenn das Kältegefühl über Wochen andauert oder mit anderen Beschwerden einhergeht, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Oft hilft schon eine bessere Schlafhygiene, mehr Ruhe oder ein offenes Gespräch über belastende Gedanken, um das innere Kältegefühl zu lindern.

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