Chips aus Hülsenfrüchten: Weniger Kalorien, aber nicht automatisch gesünder
Wer beim Snacken Kalorien sparen möchte, könnte auf Chips aus Hülsenfrüchten umsteigen. Laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW enthalten diese im Durchschnitt etwa 450 Kilokalorien pro 100 Gramm. Das sind knapp 90 Kilokalorien weniger als herkömmliche Kartoffelchips, die mit rund 540 Kilokalorien pro 100 Gramm deutlich mehr Energie liefern.
Ein geringerer Kaloriengehalt bedeutet aber nicht gleich mehr Gesundheit. Zwar werben viele Hersteller mit natürlichen Zutaten und höherem Eiweiß- oder Ballaststoffgehalt, doch oft landen auch hier Salz, Aromen und Pflanzenöle in der Tüte. Die Portionsgröße spielt ebenfalls eine Rolle: Wer eine ganze Packung isst, spart trotz niedrigerer Kaloriendichte kaum etwas ein.Gemüsechips oder Hülsenfruchtchips können eine abwechslungsreiche Alternative sein, besonders für Menschen, die bewusster naschen möchten. Doch echte „gesunde“ Snacks sind sie nur bedingt. Wer langfristig auf Kalorien achten möchte, tut gut daran, nicht nur auf den Energiewert zu schauen, sondern auch die Zutatenliste im Blick zu behalten.
Letztlich bleibt: Weder Kartoffelchips noch Hülsenfruchtvarianten sind als Dauersnack geeignet. Ab und zu als Genussmittel – ja. Aber echte Nährwertvorteile sind bei den meisten Produkten eher gering. Besser: frisches Gemüse mit etwas Quark oder eine Handvoll Nüsse – die sättigen länger und enthalten weniger versteckte Zusätze.
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