Die Herkunft des Wortes „Plusquamperfekt“
Das Wort Plusquamperfekt klingt vielleicht ein wenig nach komplizierter Grammatik – und tatsächlich beschreibt es eine grammatische Zeit, die in der Alltagssprache selten, aber gelegentlich doch wichtig ist. Doch woher kommt dieser Begriff eigentlich?
Seine Wurzeln reichen zurück ins 17. Jahrhundert. Damals entlehnte man den gleichbedeutenden lateinischen Ausdruck tempus plus quam perfectum – zu Deutsch: „die Zeit, die mehr als vollendet ist“. Der Begriff setzt sich aus drei Teilen zusammen: plus („mehr“), dem Adverb quam („als“) und dem Adjektiv perfectus („vollendet“). Übersetzt bedeutet das also wörtlich: mehr als vollendet oder auch mehr als vergangen.
Das drückt ziemlich treffend aus, worum es geht: Das Plusquamperfekt beschreibt eine Handlung, die schon abgeschlossen war, bevor eine andere Vergangenheitshandlung einsetzte. Zum Beispiel: „Nachdem ich gegessen hatte, ging ich spazieren.“ Das Essen lag also schon in der Vergangenheit – es war „mehr als vergangen“ im Moment des Spazierengehens.
Obwohl wir heute eher selten bewusst über diese Zeitform nachdenken, begegnet sie uns immer wieder – besonders in geschriebenen Erzählungen. Und der lateinische Ursprung erinnert uns daran, wie sehr unsere Sprache über die Jahrhunderte hinweg von anderen Kulturen und Sprachräumen geprägt wurde. So ist das Plusquamperfekt nicht nur eine grammatische Form, sondern auch ein kleines sprachgeschichtliches Erbe.
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