Wann Eisenmangel gefährlich wird – und wann die Gefahr woanders liegt

Wenn der Körper zu wenig Eisen zur Verfügung hat, leidet die Gesundheit. Müdigkeit, Blässe, Konzentrationsschwierigkeiten – all das können Anzeichen für einen Eisenmangel sein. Doch während viele versuchen, dem durch Nahrungsergänzung entgegenzuwirken, ist Vorsicht angebracht: Zu viel Eisen kann ebenso gefährlich sein wie zu wenig.

Mehr als 5 mg Eisen täglich sollten Erwachsene nicht ohne ärztliche Beratung zu sich nehmen.

Denn bei manchen Menschen steckt eine seltene, aber ernste Erkrankung dahinter: die sogenannte Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt. Bei etwa fünf von tausend Nordeuropäern liegt eine Genvariante vor, die bewirkt, dass der Körper Eisen übermäßig aufnimmt und speichert. Langfristig kann das lebenswichtige Organe wie Leber, Herz und Gelenke schädigen – oft ohne dass die Betroffenen früh genug darauf aufmerksam werden.

Ein Arzt kann mit einfachen Bluttests den Eisenhaushalt überprüfen und klären, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt oder ob das Gegenteil der Fall ist. Vor allem bei familiärer Vorgeschichte sollte man vorsichtig sein. Wer unsicher ist, sollte nie selbst hochdosiertes Eisen einnehmen – denn was vielen hilft, kann anderen schaden.

Die beste Vorsorge: eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wie Haferflocken, Rote Beete oder magerem Fleisch – und bei Bedarf eine gezielte, ärztlich begleitete Supplementierung.

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