Das Plusquamperfekt im Deutschen
Das Plusquamperfekt ist eine Zeitform im Deutschen, die verwendet wird, um eine Handlung zu beschreiben, die schon abgeschlossen war, bevor eine andere vergangene Handlung stattfand. Man könnte sagen: Es ist die „Vergangenheit der Vergangenheit“.
Die Bildung des Plusquamperfekts ist ganz einfach: Es wird aus dem Präteritum des Hilfsverbs haben oder sein und dem Partizip II des jeweiligen Verbs zusammengesetzt. Im Fall von „haben“ sieht das so aus:
ich hatte gehabtdu hattest gehabt
er/sie/es hatte gehabt
wir hatten gehabt
ihr hattet gehabt
sie/Sie hatten gehabt
Ein Beispiel: *Nachdem ich nach Hause gekommen war, stellte ich fest, dass ich meinen Schlüssel verloren hatte.* Hier ist „verloren hatte“ im Plusquamperfekt – die Handlung (den Schlüssel verlieren) lag zeitlich vor dem Nach-Hause-Kommen.
Wichtig ist, dass beim Plusquamperfekt oft das Hilfsverb haben verwendet wird. Nur bei Bewegungs- oder Zustandsveränderungen greift man auf sein zurück: *Er war gegangen, bevor sie ankam.*
Obwohl das Plusquamperfekt im gesprochenen Deutsch oft durch das Präteritum ersetzt wird, bleibt es in der geschriebenen Sprache – besonders in Erzählungen – wichtig, um zeitliche Abläufe klar darzustellen. Wer es sicher beherrscht, klingt einfach souveräner – besonders in Aufsätzen oder Berichten.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.