Eisenmangel und die Periode: Eine unterschätzte Verbindung

Viele Frauen fühlen sich in den Tagen ihrer Periode besonders erschöpft, gereizt oder kraftlos. Während Hormonschwankungen dafür oft die Hauptursache sind, spielt auch der Eisenhaushalt im Körper eine wichtige Rolle. Besonders wenn die Regelblutung ungewöhnlich stark oder lang andauernd ist, kann über die Zeit hinweg viel Eisen verloren gehen.

Bei einer Menorrhagie – also einer sehr starken Monatsblutung – bluten Frauen so intensiv, dass der Körper nicht mehr ausreichend Eisen nachbilden kann. Eisen ist ein essenzieller Baustein für den Sauerstofftransport im Blut. Fehlt es, kann das zu Symptomen wie Müdigkeit, blasser Haut, Schwindel oder Konzentrationsschwäche führen. Oft wird dieser Mangel zunächst übersehen, besonders, wenn die starke Blutung als „normal“ empfunden wird.

Wer regelmäßig sehr stark blutet, sollte daher seinen Eisenwert vom Arzt überprüfen lassen. Oft reicht eine angepasste Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wie Rindfleisch, Haferflocken, Linsen oder dunklem Blattgemüse nicht aus. In solchen Fällen kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein – aber immer unter ärztlicher Kontrolle.

Auch wenn Eisenmangel nicht bei jeder Frau während der Periode auftritt, ist er bei starker Blutung ein ernstzunehmender Faktor. Wer sich regelmäßig ausgelaugt fühlt, sollte nicht einfach darüber hinwegsehen. Manchmal ist die Ursache ganz konkret – und zum Glück oft gut behandelbar.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen