Wo tritt am häufigsten Hautkrebs auf?

In den letzten Jahren hat die Zahl der Hautkrebs-Erkrankungen weltweit zugenommen – besonders auffällig ist jedoch ein klares geografisches Muster. Am häufigsten treten maligne Melanome, die gefährlichste Form von Hautkrebs, in Australien und Neuseeland auf. Dort sind die Raten deutlich höher als in anderen Teilen der Welt.

Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor ist die starke UV-Strahlung. In Australien beispielsweise ist die Ozonschicht über dem Kontinent besonders dünn, was bedeutet, dass mehr schädliche UV-Strahlen die Erdoberfläche erreichen. Hinzu kommt ein Lebensstil im Freien – viele Menschen verbringen viel Zeit an der Sonne, oft ohne ausreichenden Schutz. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle, da viele Einwohner helle Haut haben, die besonders empfindlich auf Sonnenlicht reagiert.

Aber auch in Westeuropa, Nordamerika und Nordeuropa steigen die Zahlen. Experten führen dies unter anderem auf veränderte Freizeitgewohnheiten, häufigere Reisen in sonnige Regionen und möglicherweise auch auf langfristige klimatische Veränderungen zurück. Selbst in kühleren Ländern wird der Schutz vor UV-Strahlung immer wichtiger.

Die Krebsgesellschaft betont, dass Vorbeugung entscheidend ist: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, schützende Kleidung und das Meiden der Mittagssonne können das Risiko deutlich senken. Besonders wichtig ist auch die regelmäßige Kontrolle der Haut – schon kleine Veränderungen an einem Muttermal können ein Warnzeichen sein.

Obwohl Australien und Neuseeland weiterhin die Spitze bilden, zeigt die Entwicklung, dass Hautkrebs kein lokales, sondern ein globales Gesundheitsproblem ist – und Aufklärung lebensrettend sein kann.

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