Wo wird Schlafmohn angebaut?

Der Anbau von Schlafmohn ist weltweit streng geregelt, da aus ihm suchterzeugende Substanzen wie Heroin gewonnen werden können. Dennoch gibt es sowohl illegale als auch legale Anbaugebiete, die je nach Zweck und Region stark voneinander abweichen.

Die größten illegalen Anbaugebiete befinden sich vor allem in Afghanistan, das seit Jahrzehnten der führende Produzent von Opium ist. Auch im sogenannten Goldenen Dreieck – einem Gebiet, das sich über Teile von Myanmar, Laos und Thailand erstreckt – wird weiterhin illegal Schlafmohn angebaut. Dort profitieren oft bewaffnete Gruppen oder kriminelle Netzwerke von der Ernte, die dann in die internationale Drogenwirtschaft eingespeist wird.

Gleichzeitig gibt es auch legalen Anbau, der strengen Kontrollen unterliegt. Dieser dient vor allem der pharmazeutischen Industrie, um Medikamente wie Morphium oder Codein herzustellen. Zu den wichtigsten legalen Produzenten gehören Indien, Türkei und einige Länder der ehemaligen Sowjetunion. In Indien etwa wird der Anbau staatlich überwacht, und die Ausfuhr erfolgt nur unter Lizenz.

Der Unterschied zwischen legaler und illegaler Produktion liegt nicht nur im rechtlichen Rahmen, sondern auch in der Verwendung: Während legale Erzeugnisse zur Schmerztherapie und medizinischen Behandlung dienen, fließt der illegale Opiumanbau in den Schwarzmarkt und trägt zur globalen Drogenproblematik bei. Die internationale Gemeinschaft bemüht sich daher, den illegalen Handel einzudämmen, ohne die medizinisch notwendige Produktion zu beeinträchtigen.

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