Ist Buchweizen bei der Paleo-Ernährung erlaubt?

Die kurze Antwort lautet: Nein, Buchweizen gilt in der klassischen Paleo-Ernährung nicht als erlaubt – obwohl er botanisch gesehen kein Getreide ist. Buchweizen zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden, wie auch Quinoa oder Amarant. Obwohl sie keimlos sind und glutenfrei, werden sie in der Paleo-Ernährung dennoch gemieden.

Der Grund dafür liegt in der grundsätzlichen Philosophie der Paleo-Ernährung: Es geht darum, Lebensmittel zu vermeiden, die erst mit der landwirtschaftlichen Revolution vor rund 10.000 Jahren in die menschliche Ernährung eingeführt wurden. Dazu zählen nicht nur klassische Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Hafer, sondern eben auch Pseudogetreide wie Buchweizen. Selbst wenn dieser gesünder erscheint und reich an Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß ist, passt er nicht in das historische Spektrum dessen, was unsere Vorfahren jagen oder sammeln konnten.

Ein weiterer Aspekt: Buchweizen enthält natürliche Antinährstoffe wie Phytinsäure und Lektine, die in größerer Menge die Nährstoffaufnahme im Darm beeinträchtigen können. Bei der Paleo-Ernährung legt man Wert auf eine optimale Nährstoffverfügbarkeit – daher werden solche Lebensmittel bewusst ausgelassen.

Wer sich streng an die Prinzipien der Steinzeit-Diät hält, verzichtet also auch auf Buchweizen. Allerdings gibt es viele, die eine etwas flexiblere Form praktizieren und Buchweizen gelegentlich trotzdem essen – besonders, weil er glutenfrei ist und gut schmeckt. Doch rein paleo-technisch gesehen? Lieber nicht.

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