Das Erschöpfungssyndrom: Eine unterschätzte Krankheit

Das Chronische Fatigue-Syndrom, medizinisch als Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS) bekannt, ist keineswegs nur eine vorübergehende Müdigkeit. Es handelt sich um eine chronische, organische und neuroimmunologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen von Grund auf verändert.

Weltweit leben schätzungsweise 17 Millionen Menschen mit dieser oft unsichtbaren Belastung. Typisch für die Krankheit ist eine tiefgreifende Erschöpfung, die sich selbst durch Schlaf nicht lindern lässt. Ein zentrales Hauptmerkmal ist die sogenannte Post-Exertional Malaise (PEM): Bereits minimale körperliche oder geistige Anstrengungen können zu einer drastischen und langanhaltenden Verschlechterung des Zustands führen.

Trotz der schweren Beeinträchtigungen, die oft zu einem hohen Grad an körperlicher Behinderung führen, gehört ME/CFS zu den am wenigsten erforschten Krankheiten. Viele Betroffene kämpfen nicht nur mit den körperlichen Folgen, sondern auch mit fehlenden Therapiemöglichkeiten. Ein wachsendes Bewusstsein in Forschung und Gesellschaft ist dringend notwendig, um Versorgung und Lebensqualität der Erkrankten nachhaltig zu verbessern.

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