Wann ist man als Rentner „reich“?

Die Frage, ab wann ein Rentner als „reich“ gilt, hängt stark vom Durchschnitt ab – und der ist in Deutschland breit gestreut. Wer im Ruhestand über eine Monatsrente von etwa 3.460 Euro oder mehr verfügt, gehört laut aktueller Daten bereits zur finanziell besser gestellten Schicht. Genauer gesagt: zu den obersten zehn Prozent der Bevölkerung.

Das bedeutet nicht, dass man mit dieser Summe automatisch Luxus lebt. Doch wer hierzulande so viel Rente erhält, hat in der Regel entweder jahrelang gut verdient und entsprechend in die Rentenkasse eingezahlt – oder zusätzliche Einkünfte durch private Vorsorge, Immobilien oder Erbschaften. Denn die durchschnittliche gesetzliche Rente liegt deutlich niedriger, oft zwischen 1.300 und 1.800 Euro, je nach Bundesland und Beruf.

Ein Blick auf die Zahlen: Wer als 30-Jähriger heute beginnt, gezielt für die Rente vorzusorgen – ob über Riester, betriebliche Altersvorsorge oder ETF-Sparpläne – kann im Alter deutlich mehr finanzielle Sicherheit erreichen. Bereits ein monatlicher Sparbetrag von 150 bis 200 Euro, konsequent über Jahrzehnte angelegt, kann im Ruhestand eine Zusatzrente von über 1.000 Euro pro Monat bedeuten – und damit die Lebensqualität erheblich steigern.

Reich im Alter ist also nicht nur eine Frage des Einkommens, sondern vor allem eine Frage der Vorsorge. Wer früh beginnt und regelmäßig spart, erhöht seine Chancen, im Ruhestand nicht nur gut über die Runden zu kommen, sondern tatsächlich zu den finanziell Starken zu gehören.

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