Ein Cappuccino am Tag – ungesund?

Ein Cappuccino am Morgen oder am Nachmittag gehört für viele einfach dazu. Doch sorgt der Koffeingehalt langfristig für gesundheitliche Probleme? Laut Victoria Taylor, Ernährungsberaterin der British Heart Foundation (BHF), ist das bei moderatem Konsum nicht der Fall.

Trotz häufiger Bedenken hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Koffein und der Herzgesundheit gilt: Eine moderate Menge an Kaffee oder Tee – etwa vier bis fünf Tassen pro Tag – ist für die meisten Menschen unbedenklich. Das gilt auch, wenn eine dieser Tassen ein cremiger Cappuccino ist.

Koffein kann kurzfristig den Puls oder den Blutdruck leicht erhöhen, doch bei gesunden Menschen stellt das in der Regel kein Risiko dar. Wichtig ist jedoch, auf die individuelle Verträglichkeit zu achten. Wer nach einem Cappuccino unruhig wird, Schwierigkeiten beim Einschlafen hat oder Herzklopfen verspürt, sollte die Menge reduzieren.

Ein weiterer Aspekt: Cappuccinos enthalten Milch – je nach Zubereitung mehr oder weniger Fett. Wer auf Kalorien achtet, kann auf fettarme oder pflanzliche Milchalternativen zurückgreifen. Zuckerzusatz sollte ebenfalls im Blick bleiben, besonders in Café-Ketten, wo oft zusätzliche Süßungsmittel verwendet werden.

Alles in allem ist ein Cappuccino am Tag bei gesunder Lebensweise kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Studien zeigen sogar, dass moderater Kaffeegenuss mit einem leicht reduzierten Risiko für bestimmte Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Lebererkrankungen einhergehen kann. Wie so oft, macht die Dosis das Gift – und die Gewohnheit sollte nicht zur Sucht werden.

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