Ist ein Keks eigentlich ein Kuchen?

Wer an einen Kuchen denkt, hat meist eine saftige Torte oder einen frischen Blechkuchen vor Augen. Ein Keks hingegen ist knusprig, klein und lange haltbar. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Gebäckarten wenig gemeinsam zu haben, doch sprachlich steckt im Keks tatsächlich das englische Wort für Kuchen.

Die Geschichte hinter dem Begriff führt zurück zum deutschen Fabrikanten Hermann Bahlsen. Als dieser um 1911 die Idee von industriell hergestelltem Dauergebäck nach Deutschland brachte, gab es im hiesigen Sprachgebrauch noch keine passende Bezeichnung für die knusprigen Biskuits. Im Englischen nannte man solch kleines Gebäck schlicht cakes. Bahlsen lieferte die Eindeutschung gleich mit, passte die Schreibweise der deutschen Aussprache an und erfand so das Wort Keks.

Obwohl man heute kulinarisch streng zwischen feinen Backwaren unterscheidet, bleibt der Keks seinem Namen nach ein kleiner Kuchen. Eine geschmackvolle Verbindung aus britischer Backtradition und cleverer deutscher Sprachgeschichte.

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