Ist Erythrit schädlich für den Körper?
Erythrit ist ein beliebter Zuckerersatz, besonders bei Menschen, die auf ihre Figur oder ihren Blutzucker achten. Im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker liefert es fast keine Kalorien und hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Doch viele fragen sich: Ist es wirklich unbedenklich?
Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist Erythrit gesundheitlich unbedenklich. Es gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole, wird aber anders verdaut: Fast vollständig von der Schleimhaut im Dünndarm aufgenommen und anschließend über die Nieren unverändert ausgeschieden. Das bedeutet: Es beeinträchtigt weder die Darmflora noch fördert es Karies – im Gegenteil, es gilt sogar als zahnschonend.
Trotzdem kann eine übermäßige Menge – wie bei anderen Zuckeraustauschstoffen – zu Verdauungsbeschwerden führen. Bei empfindlichen Menschen können Sodbrennen oder leichte Durchfälle auftreten, besonders bei Mengen über 20 bis 30 Gramm pro Tag. Doch im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen wie Xylitol oder Sorbit ist die Verträglichkeit von Erythrit deutlich besser.
Erythrit kommt auch natürlich vor – etwa in einigen Früchten, Hefe und fermentierten Lebensmitteln wie Käse oder Wein. Die industrielle Herstellung erfolgt meist durch Fermentation von Glukose aus Maisstärke. Es ist hitzebeständig und eignet sich daher gut zum Backen und Kochen.
In moderaten Mengen ist Erythrit eine sichere Alternative zum herkömmlichen Zucker, besonders für Diabetiker oder Low-Carb- und Keto-Anhänger. Wie bei jedem Lebensmittel gilt: Die Dosis macht das Gift. Wer es sparsam verwendet, muss in der Regel keine gesundheitlichen Bedenken haben.
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