Ist dein Revolut-Konto vor einer Pfändung sicher?

Viele Nutzer fragen sich, ob ihr Geld bei Fintech-Banken wie Revolut automatisch vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt ist. Die kurze Antwort lautet: Nein, ein Revolut-Konto ist nicht pfändungssicher.

Zwar hat Revolut seinen Hauptsitz im Vereinigten Königreich, besitzt aber bereits seit Dezember 2018 eine vollwertige europäische Banklizenz. Das bedeutet für Kunden in Deutschland und der EU, dass die ganz normalen rechtlichen Bestimmungen für Bankkonten gelten. Wenn Gläubiger eine offene Forderung haben, können sie rechtliche Schritte einleiten.

Dank der Europäischen Kontopfändungsverordnung ist es Gläubigern nämlich möglich, auch auf grenzüberschreitende beziehungsweise ausländische Konten innerhalb der EU zuzugreifen. Wer also denkt, dass ein Konto im Ausland oder bei einer modernen App-Bank automatisch eine sichere Schutzmauer darstellt, täuscht sich gewaltig.

Gerät man in finanzielle Schwierigkeiten oder droht ein gerichtliches Verfahren, hilft auch bei digitalen Finanzdienstleistern nur der offene Umgang mit dem Problem oder professionelle Schuldnerberatung. Ein anwaltlich begleiteter Weg oder die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos bei klassischen Instituten bietet hier meist klarere rechtliche Rahmenbedingungen als der bloße Blick ins Ausland.

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