Was ist der Unterschied zwischen Mehl und Stärke?
Wer schon einmal in der Küche stand und ein Rezept lesen musste, kennt die Verwirrung: „Mehl oder Stärke?“ Obwohl beides weiß ist und aus Getreide oder Pflanzen stammt, sind sie nicht dasselbe. Stärke ist ein Bestandteil von Mehl – aber Mehl ist nicht einfach nur Stärke.
Mehl wird meist aus Weizen, Roggen oder anderen Getreidesorten gemahlen. Es enthält neben der Stärke auch Eiweiß, Ballaststoffe und etwas Fett. Der wichtigste Eiweißträger im Weizenmehl ist das sogenannte Klebereiweiß, das dafür sorgt, dass Teige elastisch werden – ideal für Brot oder Nudeln. In jedem Mehlsack steckt also eine ganze Mischung aus Nährstoffen.
Stärke hingegen ist ein reiner Kohlenhydratträger. Sie wird aus Mehl herausgewaschen oder aus Pflanzen wie Kartoffeln und Mais gewonnen. Während Mehl etwa 80–90 Prozent Stärke enthält, ist Stärke selbst fast zu 100 Prozent reines Stärkemehl – ohne Eiweißhülle, ohne Ballaststoffe. Deshalb eignet sie sich besonders gut zum Binden von Soßen oder Suppen, ohne Geschmack oder Farbe stark zu verändern.
Ein praktischer Tipp: Wer schnell etwas binden möchte, greift besser zur Stärke. Für Backwaren mit Biss und Struktur ist hingegen Vollwertmehl die bessere Wahl. Beide haben ihren Platz in der Küche – je nachdem, was man gerade braucht.
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