Warmes Leitungswasser – lieber nicht trinken

Wenn das Wasser aus der Leitung warm ist, sollte man besser darauf verzichten, es zu trinken – das rät auch das Bundesministerium für Gesundheit. Obwohl die Qualität des deutschen Leitungswassers generell sehr hoch ist, birgt warmes Wasser aus der Hausinstallation potenzielle Risiken.

Das Problem liegt nicht im Wasser selbst, sondern darin, wo und wie lange es gespeichert wird. Steht Wasser zu lange in den Rohren – besonders wenn es warm wird –, kann es Bakterien wie Legionellen begünstigen. Auch können Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus älteren Leitungen ins Wasser gelangen, wenn es über längere Zeit steht.

Experten empfehlen daher: Trinken Sie nur frisches, kühles Leitungswasser, das direkt aus der Leitung kommt. Ideal ist es, den Hahn kurz laufen zu lassen, besonders wenn das Wasser nachts oder tagsüber längere Zeit nicht genutzt wurde. Dies spült das abgestandene Wasser aus der Leitung und frisches, kühlendes Wasser folgt von der Hauptleitung.

In vielen Haushalten fließt das Wasser aus der Küche direkt aus der Zuleitung und ist damit in der Regel unbedenklich – vorausgesetzt, es wird frisch gezapft. Wer unsicher ist, kann auch einen Wasserfilter nutzen oder das Wasser abkühlen, anstatt es warm aus der Leitung zu trinken.

Die Botschaft ist klar: Kühles, frisches Wasser ist sicher. Warmes Leitungswasser hingegen sollte man besser nicht trinken – nicht wegen der allgemeinen Wasserqualität, sondern aus hygienischen Gründen im Hausanschluss.

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