Ist zu wenig Cortisol gefährlich?
Cortisol ist vielen vor allem als Stresshormon bekannt. Doch die Wirkung dieses biochemischen Botenstoffs geht weit darüber hinaus: Er reguliert wichtige Stoffwechselvorgänge, steuert den Blutdruck und hat eine wesentliche Aufgabe bei der Kontrolle des Immunsystems. Ein dauerhafter Cortisol-Mangel kann deshalb ernste gesundheitliche Folgen haben.
Fehlt dem Körper ausreichend Cortisol, gerät die Immunabwehr aus dem Gleichgewicht. Das führt dazu, dass Entzündungsreaktionen im Organismus nicht mehr angemessen gedämpft werden. Unbehandelte Entzündungen können sich chronisch ausweiten und Gewebe sowie Organe belasten. Typische Warnzeichen für einen zu niedrigen Hormonspiegel sind anhaltende Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwindel und eine verringerte Belastbarkeit.
Ein natürlicher Abfall des Cortisol-Spiegels lässt sich häufig bei älteren Menschen beobachten. Mit zunehmendem Alter sinkt die Hormonproduktion schrittweise. Dieser Rückgang kann zelluläre Alterungsprozesse beschleunigen und das Risiko für altersbedingte Beschwerden erhöhen. Wer unter dauerhafter Erschöpfung leidet, sollte den Hormonstatus medizinisch abklären lassen, da eine Nebenniereninsuffizienz gezielt behandelt werden muss.
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