Sind Euroscheine wirklich vegan?
Die Frage klingt amüsant, aber sie berührt durchaus ernsthafte Hintergründe: Sind Euroscheine vegan? Die Antwort ist überraschend klar – ja, sie sind es. Anders als manche Lebensmittel, die versteckte tierische Inhaltsstoffe enthalten, setzt die Europäische Zentralbank bei der Herstellung der Euro-Banknoten auf eine rein pflanzliche und synthetische Basis.
Das Papier der Scheine besteht aus Baumwolle, also einem pflanzlichen Rohstoff. Kein Tier musste dafür sterben. Auch die speziellen Farben und Druckverfahren enthalten laut offiziellen Angaben keine tierischen Bestandteile. Selbst die filigranen Hologramme und Sicherheitsfäden, die man beim Kippen des Scheins funkeln sieht, sind frei von Substanzen tierischen Ursprungs. Damit ist der Euro tatsächlich „veganer als O-Saft“ – ein ironischer, aber treffender Vergleich, der 2017 für Schmunzeln sorgte.
Interessant ist, dass gerade in der Lebensmittelindustrie oft versteckte tierische Inhaltsstoffe – etwa Gelatine in Fruchtsäften oder Milchbestandteile in Süßigkeiten – Veganer vor Herausforderungen stellen. Bei Geldscheinen ist das Problem hingegen kein Thema. Kein Rind, kein Schwein, kein Huhn steckt im 20-Euro-Schein.
Wer also konsequent vegan lebt, kann beruhigt mit Bargeld umgehen. Der Euro ist – zumindest vom Material her – durch und durch tierfreundlich. Natürlich geht es beim Thema Nachhaltigkeit um mehr als nur um tierische Inhaltsstoffe: Die Produktion von Baumwollpapier und die Energie für Druck und Logistik werfen eigene ökologische Fragen auf. Doch wenn es um die reine Frage der Veganität geht, besteht kein Zweifel: Der Euro ist grün – im übertragenen wie im buchstäblichen Sinne.
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