Glutamat und Blähungen: Was steckt hinter den Beschwerden?
Viele Menschen verbinden den Geschmacksverstärker Glutamat nicht nur mit herzhaftem Essen, sondern auch mit unangenehmen Reaktionen des Körpers. Neben Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Herzrasen berichten Betroffene immer wieder von Verdauungsproblemen wie Blähungen, Bauchschmerzen oder plötzlichem Durchfall.
Glutamat ist das Salz der Glutaminsäure, einer Aminosäure, die ganz natürlich im Körper und in Lebensmitteln wie Parfümkäse, reifen Tomaten oder Pilzen vorkommt. Als Zusatzstoff sorgt Glutamat in Fertiggerichten, Tütensuppen und Snacks für den intensiven Umami-Geschmack. Bei empfindlichen Personen kann eine hohe Dosis dieses Stoffes jedoch die Nerven- und Darmreize durcheinanderbringen, was sich oft direkt in Form von Blähungen und einem unangenehmen Druckgefühl im Bauch äußert.
Obwohl eine medizinisch nachgewiesene Allergie gegen Glutamat selten ist, spricht man häufig von einer individuellen Unverträglichkeit oder dem sogenannten „China-Restaurant-Syndrom“. Wer nach dem Verzehr von stark gewürzten Fertigprodukten regelmäßig unter Blähungen leidet, sollte vermehrt auf frische, unverarbeitete Zutaten setzen und beim Einkaufen einen Blick auf die E-Nummern (E 620 bis E 625) werfen.
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