Kann man im Schatten wirklich Sonnenbrand bekommen?

Die Antwort ist: Ja, tatsächlich kann man auch im Schatten einen Sonnenbrand erleiden. Viele glauben, dass Schatten vollständigen Schutz vor UV-Strahlung bietet – doch das stimmt leider nicht ganz. Während Schatten natürlich deutlich besser ist als direkte Sonneneinstrahlung, blockt er längst nicht alle schädlichen UV-Strahlen ab.

Die Sonne sendet ultraviolette Strahlen aus, die nicht nur direkt, sondern auch indirekt auf die Haut treffen können. Durch Reflexion etwa von Wasser, Sand, Beton oder sogar Gras gelangen die UV-Strahlen von der Seite oder von unten an die Haut. Wer beispielsweise unter einem Sonnenschirm am Strand sitzt, ist deshalb nicht komplett geschützt – besonders, wenn er sich lange im Freien aufhält.

Hautbräune ist übrigens kein Zeichen für Gesundheit, sondern ein Schutzmechanismus der Haut. Bei starker UV-Belastung produziert der Körper Melanin, um Schäden zu minimieren. Doch dieser natürliche Schutz ist schwach – er entspricht gerade mal einem Lichtschutzfaktor von etwa 3 bis 6. Das reicht bei weitem nicht aus, um langfristige Schäden wie vorzeitige Hautalterung oder gar Hautkrebs zu verhindern.

Deswegen ist es wichtig, auch im Schatten vorsichtig zu sein. Ein luftiges, aber dicht gewebtes Kleidungsstück, eine Sonnenbrille und ein guter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sollten zur Standardausrüstung an sonnigen Tagen gehören – egal ob man direkt in der Sonne steht oder im Schatten sitzt. Vorbeugen ist hier immer besser als heilen.

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