Kräuter-WG im Garten: Rosmarin und Schnittlauch richtig kombinieren

Wer eigene Kräuter auf dem Balkon oder im Garten anzieht, fragt sich oft, welche Pflanzen eigentlich gut nebeneinander wachsen. Ein oft genannter Klassiker ist dabei die Kombination aus Rosmarin und Schnittlauch – doch harmonieren die beiden wirklich im selben Beet oder Topf?

Ein Blick auf die natürlichen Bedürfnisse der Kräuter zeigt schnell, dass sie recht unterschiedliche Ansprüche haben. Rosmarin stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, liebt die pralle Sonne, mag es gerne warm und kommt bestens mit trockenen, kargen Böden zurecht. Zu viel Feuchtigkeit schadet ihm schnell. Schnittlauch hingegen bevorzugt einen nährstoffreichen, humosen Boden und benötigt regelmässig Wasser, um saftig und grün zu bleiben.

Aus diesem Grund sind die beiden direkt nebeneinander in einem engen Gefäss eher schwierige Partner. Setzt man sie in dieselbe Erde, wird es schwer, beide optimal zu versorgen: Entweder bekommt der Rosmarin zu viel Nass, oder der Schnittlauch leidet unter Trockenheit. Besser ist es, sie in getrennten Töpfen zu pflanzen oder im Beet einen deutlichen Abstand mit unterschiedlichen Bodenzonen einzuplanen.

Wer eine gelungene Mischkultur sucht, orientiert sich am besten an den perfekten Nachbarn: Zu Rosmarin passen mediterrane Kräuter wie Oregano, Salbei und Thymian perfekt, da sie alle ähnliche Bedingungen schätzen. Schnittlauch fühlt sich dagegen in Gesellschaft von Dill, Kresse und Petersilie rundum wohl.

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