Kann eine Schilddrüsenerkrankung Augenprobleme verursachen?

Ja, eine Schilddrüsenerkrankung kann tatsächlich zu Augenproblemen führen – besonders bei einer Überfunktion, auch Morbus Basedow genannt. Die Schilddrüse sitzt im vorderen Halsbereich und reguliert wichtige Stoffwechselprozesse im Körper. Wenn sie überaktiv ist, kann das weitreichende Folgen haben, unter anderem auch für die Augen.

Ein typisches Symptom ist das trockene, juckende oder brennende Gefühl in den Augen. Manche Betroffene leiden unter geröteten Augen, vermehrter Lichtempfindlichkeit oder dem Gefühl, als würde ein Fremdkörper im Auge stecken. Bei schwereren Verläufen, besonders beim sogenannten endokrinen Orbitopathie, kann es sogar zu einer Vorwölbung der Augen (Exophthalmus) kommen. Dabei drücken entzündete Gewebe hinter dem Auge nach vorne, was nicht nur ästhetisch auffällt, sondern auch das Sehvermögen beeinträchtigen kann.

Die Ursache liegt oft in einer Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüse – und gleichzeitig auch das Gewebe hinter den Augen – angreift. Deshalb treten Augensymptome häufig parallel zur Schilddrüsenerkrankung auf, manchmal aber auch erst später.

Wichtig ist: Wer unter anhaltenden Augenbeschwerden leidet und gleichzeitig eine Schilddrüsenerkrankung hat, sollte das unbedingt mit seinem Arzt besprechen. Eine gezielte Behandlung – sei es durch Medikamente, Augentropfen oder in schweren Fällen durch Therapien oder Operationen – kann helfen, die Symptome zu lindern und Schäden zu vermeiden. Regelmäßige Kontrollen bei Endokrinologe und Augenarzt sind daher sinnvoll.

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