Kann Vorhofflimmern zum Herzstillstand führen?
Die Frage, ob Vorhofflimmern zum plötzlichen Herzstillstand führen kann, beschäftigt viele Betroffene. Die gute Nachricht: Das Vorhofflimmern selbst gilt als harmlose Rhythmusstörung und birgt kein direktes Risiko für einen plötzlichen Herztod. Es ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung, insbesondere bei älteren Menschen, und macht sich oft durch ein unregelmäßiges, schnelles Herzrasen bemerkbar.
Dennoch sollte das Phänomen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wie PD Dr. med. betont, ist eine Behandlung wichtig, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Dazu zählen vor allem die Entstehung einer Herzschwäche oder ein Schlaganfall. Bei Vorhofflimmern entsteht in den Vorhöfen ein chaotischer Rhythmus, wodurch sich das Blut dort langsamer bewegt. Das erhöht die Gefahr von Blutgerinnseln – und die wiederum können den Weg zum Gehirn nehmen.
Typische Warnzeichen sind neben dem unregelmäßigen Puls auch Atemnot, Schwindel oder Müdigkeit. Manchmal bleibt die Störung aber auch lange unbemerkt. Deshalb ist gerade bei Risikopatienten eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Mit Medikamenten, einer möglichen Kardioversion oder einer Katheterablation kann der Rhythmus stabilisiert und das Thromboserisiko gesenkt werden.
Ein plötzlicher Herzstillstand entsteht meist durch ganz andere Rhythmusstörungen, wie eine Kammerflimmern – das ist bei Vorhofflimmern nicht der Fall. Dennoch: Jede Herzrhythmusstörung verdient Beachtung. Wer Unsicherheiten hat, sollte frühzeitig einen Kardiologen aufsuchen. Früherkennung und konsequente Therapie schützen vor Folgeschäden und sichern die Lebensqualität.
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