Sind 15.000-Vape-Puffs in Deutschland erlaubt?

Die Zahl „15.000 Puffs“ auf einer E-Zigarette lässt viele Nutzer stutzen – vor allem, weil solche Angaben oft auf Single-Use-Devices zu finden sind, die als besonders langlebig beworben werden. Doch entspricht das den geltenden Regeln in Deutschland?

Nein, Vapes mit über 600 bis 700 Zügen sind nicht legal. Die europäische Tabakprodukte-Richtlinie (TPD), die auch in Deutschland gilt, schreibt klare Grenzen vor: Einwegvapes dürfen maximal 2 ml E-Liquid enthalten und dürfen eine Nikotinmenge von 20 mg/ml nicht überschreiten. Diese Beschränkungen machen es faktisch unmöglich, dass ein Gerät tatsächlich 15.000 Puffs leisten kann – zumindest nicht legal.

Angaben wie „15.000 Puffs“ sind oft Marketingtricks, die auf unregelmäßigen oder verkürzten Zügen basieren – etwa kurze Testpuffs unter Laborbedingungen. In der Realität erreicht kein legales Gerät diese Zahl. Wer ein solches Produkt kauft, sollte misstrauisch sein: Es könnte gegen geltende Vorschriften verstoßen oder mit falschen Angaben vermarktet sein.

Verbraucher sollten daher darauf achten, dass ihre Vapes aus vertrauenswürdigen Quellen stammen und den gesetzlichen Standards entsprechen. Apotheken, Fachhändler oder zertifizierte Online-Shops bieten hier mehr Sicherheit als anonyme Internetanbieter.

Die Aufsichtsbehörden in Deutschland verschärfen die Kontrollen, besonders an Flughäfen und bei Postsendungen. Illegale Produkte werden zunehmend beschlagnahmt. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift besser zu zertifizierten Geräten – auch wenn sie weniger „Puffs“ versprechen.

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