Vegetarismus in Israel: Ein Trend mit tiefen Wurzeln
Immer mehr Menschen weltweit entscheiden sich für eine pflanzliche Ernährung, und Israel bildet hier keine Ausnahme. Auf die Frage, ob Juden generell Vegetarier sind, gibt es keine einfache Antwort: Die jüdischen Speisegesetze (Kashrut) erlauben grundsätzlich den Verzehr von Fleisch, sofern es koscher ist. Dennoch hat sich in den letzten Jahren ein spürbarer Wandel vollzogen.
Umfragen zeigen, dass etwa eine Million Israelis auf Fleisch verzichten. Das bedeutet: Rund acht Prozent der Bevölkerung leben vegetarisch und etwa fünf Prozent vegan. Damit gehört Israel, und insbesondere Tel Aviv, weltweit zu den absolut führenden Hotspots für pflanzliche Küche.
Für diese Entwicklung gibt es viele Gründe. Neben modernen Aspekten wie Tierschutz und Gesundheit spielen auch religiöse Überlegungen eine Rolle. Einige Gelehrte und grüne Rabbis weisen darauf hin, dass die Tora Mitgefühl gegenüber Tieren verlangt und Achtsamkeit gegenüber der Umwelt fordert. So verbindet sich eine bewusste Lebensweise nahtlos mit traditionellen Werten.
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