Warum treten mehrere Schlaganfälle auf?
Ein Schlaganfall ist oft kein Einzelereignis. Tatsächlich tritt bei jedem zweiten Betroffenen bereits in der ersten Woche nach dem ersten Infarkt ein erneuter auf. Das zeigt, wie wichtig die akute Phase nach dem ersten Ereignis ist.
Grund dafür, dass man mehrere Schlaganfälle erleiden kann, sind meist ungeklärte oder nicht ausreichend behandelte Risikofaktoren. Laut dem Essen Stroke Risk Score (ESRS) spielen mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle: Ein hohes Alter, Rauchen, Bluthochdruck und eine bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen die Wahrscheinlichkeit deutlich.
Besonders kritisch: Wer bereits einen Schlaganfall oder eine sogenannte transitorische ischämische Attacke (TIA) – also einen „Mini-Schlaganfall“ – hatte, trägt ein besonders hohes Re-Risiko. Auch ein früherer Herzinfarkt oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) deuten auf eine systemische Durchblutungsstörung hin und sind Warnsignale für den Arzt.
Die gute Nachricht: Viele dieser Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Eine gezielte medikamentöse Therapie, eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Kontrollen können helfen, einen erneuten Schlaganfall zu verhindern. Besonders in den ersten Tagen und Wochen nach dem ersten Ereignis ist die medizinische Betreuung lebenswichtig.
Früherkennung und konsequente Behandlung sind deshalb der Schlüssel. Wer die Warnzeichen kennt – wie plötzliche Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder Sehprobleme – und schnell handelt, kann Schlimmeres verhindern.
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