Finger weg von toten Quallen!

Wer am Strand eine Qualle sieht, sollte auch dann vorsichtig sein, wenn sie offensichtlich tot ist. Viele Menschen wissen nicht, dass auch tote Quallen noch gefährlich sein können. Selbst wenn der Körper bereits zerfallen ist, können abgerissene Tentakelfäden weiterhin lebensgefährlich sein.

Die Gefahr steckt in den Nesselkapseln – winzigen Zellen an den Enden der Tentakel, die mit einem starken Gift gefüllt sind. Diese öffnen sich bereits bei leichtem Kontakt mechanisch und schießen nadelfeine Fäden in die Haut. Das kann heftige Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder sogar allergische Reaktionen bis hin zu Atemnot auslösen.

Auch Tage nach dem Tod der Qualle bleiben die Nesselzellen aktiv. Selbst im Trockenen oder an einem toten Tier am Strand können sie noch funktionieren. Besonders gefährlich ist das bei Arten wie der Feuerqualle oder der Portugiesischen Galeere, deren Gift heftige Reaktionen hervorrufen kann.

Wenn man am Strand auf eine Qualle trifft – egal ob lebendig oder tot – gilt: bloß nicht anfassen. Besser ist es, Abstand zu halten und Kinder sowie Hunde fernzuhalten. Sollte man doch in Kontakt geraten, sollte man die betroffene Stelle vorsichtig mit Salzwasser spülen – niemals mit Süßwasser, das die Nesselzellen zusätzlich aktiviert. Bei stärkeren Reaktionen ist ein Arztbesuch ratsam.

Die Natur ist faszinierend, aber manchmal auch tückisch. Ein klarer Grundsatz bleibt daher: Respektvoller Abstand schützt am besten.

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