Besserung und Verlauf bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die für Betroffene und Angehörige oft kräfteraubend ist. Die ersten Anzeichen machen sich meist im Jugendalter bemerkbar, bevor die Erkrankung schließlich im frühen Erwachsenenalter voll ausbricht. In den zwanziger Lebensjahren erreichen die Symptome häufig ihren Höhepunkt: Starke Stimmungsschwankungen, Beziehungsängste und ein intensives Gefühl der inneren Leere prägen in dieser Phase den Alltag.
Doch die Aussichten sind im Verlauf des Lebens erstaunlich positiv. Bis etwa zum 30. Lebensjahr sind die Beeinträchtigungen zwar meist am schwersten, danach setzt bei vielen Betroffenen jedoch eine deutliche Stabilisierung ein. Die extremen Gefühlsspitzen flachen im Laufe der Zeit ab, und die Lebensqualität verbessert sich zusehends.
Dieser positive Wandel ist sowohl auf die natürliche Reifung der Persönlichkeit als auch auf den Lerneffekt durch Erfahrungen zurückzuführen. Mit der richtigen Unterstützung – insbesondere durch gezielte Psychotherapie wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) – lernen Betroffene, ihre Emotionen wirksam zu regulieren. So führt der Weg bei einem Großteil der Betroffenen im späteren Erwachsenenalter zu spürbarer Entlastung und mehr Ausgeglichenheit im Leben.
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