Wann schreibt man „dass“ oder „das“?

„Dass“ steht am Anfang von Nebensätzen und führt einen Gedanken ein, der eine Aussage genauer erklärt. Wenn du einen Satz mit dass beginnst, handelt es sich meist um einen Nebensatz. Beispiel: Dass er den Test bestanden hat, freut uns alle. In solchen Fällen gehört am Ende des Nebensatzes ein Komma – wie bei jedem untergeordneten Satzteil.

Anders ist es bei das. Dieses Wort kann ein Relativpronomen oder ein Artikelwort sein. Im Satz „Ein Kartenspiel, für das man gewisse Fähigkeiten braucht“ ist „das“ das Relativpronomen, das auf „Kartenspiel“ verweist. Hier wäre „dass“ falsch, weil es kein Nebensatz mit Konjunktion ist, sondern ein Relativsatz.

Die Rechtschreibregel ist einfach: dass schreibt man immer mit Doppel-s, wenn es eine Nebensatzkonjunktion ist – also wenn es einen weiteren Satz einleitet, der eine Tatsache oder Aussage erklärt. Denk aber dran: Im Gegensatz zu „das“ mit einem s (z. B. „das Buch“) wird „dass“ niemals dekliniert.

Ein Merksatz hilft oft weiter: Wenn du „zwar“ durch „weil“ ersetzen kannst, schreibst du „dass“. Beispiel: Er kam, dass er müde war. Klingt falsch – also muss es heißen: Er kam, weil er müde war. Aber Achtung: Das funktioniert nicht immer. Am sichersten ist, die Funktion im Satz zu prüfen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen