Wann ist eine Operation bei Scheidensenkung notwendig?

Eine Scheidensenkung, medizinisch als Genitalprolaps bezeichnet, entsteht, wenn die Beckenbodenmuskulatur nachlässt und die inneren Organe ihre normale Position verlieren. Viele Frauen leiden zunächst unter einem Druckgefühl oder einem Ziehen im Unterleib – manchmal ist sogar eine Vorwölbung im Scheidenbereich spürbar. In den frühen Stadien lassen sich solche Beschwerden oft noch mit Beckenbodentraining oder einer Pessi-Behandlung lindern.

Bei fortgeschrittenem Prolaps wird jedoch meist eine Operation notwendig.

Denn sobald das Gewebe nach unten wandert und sich beispielsweise die Gebärmutter oder die Harnblase sichtbar in Richtung Scheidenausgang senken, reichen konservative Therapien oft nicht mehr aus. Besonders wenn Alltagstätigkeiten wie Gehen, Husten oder Heben zu Beschwerden führen oder die Blasenfunktion beeinträchtigt ist, spricht der Arzt oft von einem hohen Schweregrad – und empfiehlt einen operativen Eingriff.

Heute verfügt die Medizin über schonende Methoden, um die Scheidensenkung zu korrigieren. Eine roboterassistierte Operation, wie beispielsweise mit dem DaVinci-System, kommt bei komplexen Fällen oder starker Gewebeerschlaffung infrage. Dieses Verfahren ermöglicht dem Chirurgen eine besonders präzise Vorgehensweise mit kleineren Schnitten und schnellerer Genesung. Letztlich hängt die Entscheidung für eine Operation immer vom individuellen Befund, dem Beschwerdebild und den Wünschen der Patientin ab.

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