Wann sind Quallen in Küstennähe zu erwarten?
Quallen tauchen besonders an warmen Sommertagen häufiger in flachen Küstengewässern oder sogar direkt am Strand auf. Das hängt weniger mit einer festen Jahreszeit zusammen, sondern vor allem mit Wind und Strömung. Wenn der Wind aus südlichen oder südöstlichen Richtungen weht, kann er Quallen aus tieferen Gewässern in flachere Regionen oder an Land drücken. Besonders betroffen sind dann oft die Ostseestrände in Mecklenburg-Vorpommern, wie etwa im Bereich des Landkreises Vorpommern-Rügen.
Ein Massenauftritt von Quallen – oft handelt es sich um sogenannte Ohrenquallen – bedeutet nicht automatisch Gefahr. Laut Angaben des Landkreises besteht bei diesen Arten in der Regel kein gesundheitliches Risiko für Menschen. Dennoch sollte man vorsichtig sein: Selten vorkommende, empfindliche Reaktionen sind möglich, vor allem bei empfindlicher Haut oder bei direktem Kontakt mit den Tentakeln.
Interessant ist, dass sich die Quallenpopulationen schnell wieder zurückziehen können. Dreht der Wind – wechselt also die Richtung –, werden die Tiere meist von den Strömungen ins offene Meer hinausgetragen. Dann ist das Wasser schon bald wieder „qualenfrei“.
Badegäste müssen also keine Angst haben, aber ein Blick auf lokale Hinweise am Strand oder der Website des Landkreises lk-vr.de lohnt sich. Dort werden aktuelle Beobachtungen manchmal gemeldet – besonders in der Badesaison.
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