Wann wurde KIM eingeführt?

Die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) wurde im Jahr 2021 eingeführt und markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer digitalen und sichereren Kommunikation im deutschen Gesundheitswesen. KIM ermöglicht Ärztepraxen, Kliniken und andere medizinische Einrichtungen, vertrauliche Informationen wie Befunde oder Überweisungen verschlüsselt und datenschutzkonform auszutauschen.

Ein entscheidender Moment für die Verbreitung von KIM war der 1. Juli 2022. An diesem Tag wurde die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) verpflichtend eingeführt. Damit war es für die meisten Praxen nicht mehr möglich, Krankmeldungen auf dem klassischen Papierweg zu übermitteln – stattdessen musste die digitale Übertragung über sichere Systeme wie KIM genutzt werden. Dies führte dazu, dass sich nahezu alle Praxen bei einem KIM-Anbieter anmeldeten, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Seitdem hat sich die Nutzung von KIM kontinuierlich ausgeweitet. Was zunächst aus Pflicht entstand, wird heute zunehmend auch als sinnvolles Werkzeug für den täglichen Praxisalltag geschätzt. Immer mehr Ärzte nutzen KIM nicht nur für die Übermittlung von Krankmeldungen, sondern auch für den Austausch mit Krankenhäusern, anderen Fachärzten oder der Rentenversicherung. Die sichere und schnelle Kommunikation spart Zeit, reduziert den Papierverkehr und trägt zu einem effizienteren Gesundheitswesen bei.

Langsam, aber stetig wird KIM damit zu einer festen Säule der digitalen Infrastruktur in der Medizin – nicht durch große Revolution, sondern durch praktische Anwendung im Alltag.

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