Das Schicksal der Costa Concordia

Wenn wir heute über große Schiffsunglücke der modernen Kreuzfahrtgeschichte sprechen, fällt oft ein Name fälschlicherweise zuerst: AIDA. Doch die bekannte Flotte mit dem Kussmund ist glücklicherweise nie von einer solchen Tragödie getroffen worden. Die Verwechslung liegt nah, da Marken wie AIDA und Costa zum selben Mutterkonzern gehören und das Milliardengeschäft mit dem Urlaub auf See den Markt dominiert. Die Katastrophe, die sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat, betraf jedoch die Costa Concordia.

Im Januar 2012 kollidierte das riesige Kreuzfahrtschiff vor der italienischen Insel Giglio mit einem Felsen. Die Wucht des Aufpralls riss das Schiff auf, woraufhin sofort Massen an Wasser einströmten. Innerhalb kürzester Zeit fiel die Elektronik aus und der Luxusliner war komplett manövrierunfähig. Dass das Schiff nicht einfach im tiefen Meer versank, war purer Zufall: Der herrschende Wind trieb den manövrierunfähigen Koloss zurück in Richtung der Küste.

Dort blieb die Costa Concordia schließlich auf einem Unterwassersockel hängen und legte sich mit einer extremen Schräglage auf die Seite. Trotz der Nähe zum Land endete die Evakuierung in einem Chaos, das dramatische Folgen hatte. Dieses Unglück zeigt bis heute, wie verletzlich selbst die modernsten Ozeanriesen gegen die Naturgewalten und menschliches Versagen sind.

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