Warum Tintenfische vor dem Kochen geklopft werden

Wer schon einmal frischen Tintenfisch gegessen hat, kennt das Problem: Das Fleisch kann hart und zäh sein, wenn es nicht richtig zubereitet wird. Damit der Genuss im Mund nicht zur Zahnarbeit wird, wird der Tintenfisch vor der Zubereitung oft mit einem Fleischklopfer bearbeitet. Das Klopfen macht das Fleisch zarter und sorgt dafür, dass es besser kaut.

Der Grund liegt in der Natur des Oktopus: Sein Muskelgewebe ist von Haus aus sehr fest. Ohne Behandlung bleibt es auch nach dem Kochen zäh. Durch das gezielte Beklopfen wird die Struktur aufgebrochen, wodurch das Fleisch weicher wird – ähnlich wie beim Klopfen von Schnitzel. Besonders in Mittelmeerländern wie Griechenland oder Portugal ist diese Methode seit Jahrhunderten üblich.

Es gibt aber auch eine praktische Alternative: der Tiefkühler. Wird der Tintenfisch für zwei bis drei Tage eingefroren, lösen sich die Muskelstrukturen durch die Bildung von Eiskristallen auf natürliche Weise. Nach dem Auftauen ist er oft schon so zart, dass man weniger oder gar nicht mehr klopfen muss.

Egal ob geklopft oder tiefgefroren – die Hauptsache ist, dass das Fleisch am Ende zart schmeckt. Wer es richtig macht, wird mit einem delikaten Biss belohnt, der an gutes Kalbfleisch erinnert. Also kein Grund, Tintenfisch zu scheuen – nur ein kleiner Trick, und schon ist er genießbar.

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