Was passiert, wenn die Brust nicht entleert wird?
Wenn die Brust beim Stillen nicht ausreichend entleert wird, kann es zu einem Milchstau kommen. Das führt oft zu schmerzhaften, hart anfühlenden Stellen in der Brust, Rötungen und lokalen Überwärmung. Viele frischgebackene Mütter kennen dieses unangenehme Gefühl – besonders in den ersten Wochen nach der Geburt.
Wird der Milchstau ignoriert oder nicht behandelt, kann sich daraus eine Mastitis entwickeln – eine bakterielle Entzündung des Brustgewebes. Dann kommen grippeähnliche Symptome hinzu: Fieber, starke Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Manchmal ist sogar eine Antibiotikabehandlung nötig.Die gute Nachricht: Meist lässt sich ein Milchstau gut vorbeugen oder mildern. Häufiges, kindgerechtes Anlegen ist der beste Weg, die Brust regelmäßig zu entleeren. Wärme vor dem Stillen, sanfte Massage und ausreichend Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Milchabgabe. Wenn das Baby nicht trinkt oder Hungerzeichen zeigt, kann abpumpen oder abmilchen helfen.
Wichtig ist, frühzeitig zu handeln. Ignoriert man die Anzeichen, wird die Situation schnell unangenehmer – für Mutter und Baby. Bei Fieber oder starken Schmerzen sollte eine Ärztin oder Hebamme konsultiert werden.Stillen ist eine Lernphase – für die Mutter, das Kind und den Körper. Mit etwas Geduld, der richtigen Unterstützung und Aufklärung lässt sich die häufigste Hürde, der Milchstau, meist gut überwinden.
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