Wann piepsen Küken nicht mehr?
Wer beobachtet, wie ein Küken aus dem Ei schlüpft, kennt das zarte Piepsen von innen. Ab etwa dem 19. Tag der Brut beginnt das Küken im Ei zu läuten – ein leises, aber deutliches Zeichen, dass es lebt und sich vorbereitet auf die Welt draußen. Dieses Piepsen dient nicht nur der Orientierung, sondern ist eine erste Form der Kommunikation: Das Küken verständigt sich damit mit seinen Geschwistern im Nest und lernt schon vor dem Schlüpfen die Stimme der Mutter kennen.
Das Piepsen nimmt jedoch schnell ab, sobald das Küken geschlüpft ist. In den ersten Lebenstagen hört man es weiterhin, besonders wenn das Küken hungrig, kalt oder verunsichert ist. Mit zunehmendem Alter und wachsender Sicherheit in seiner Umgebung wird das Geräusch seltener. Ab der zweiten oder dritten Lebenswoche piepsen die Jungtiere deutlich weniger – sie entwickeln sich weiter, beginnen zu picken, zu laufen und andere Laute von sich zu geben.
Interessant ist, dass diese frühe akustische Bindung eine wichtige Rolle für das spätere Sozialverhalten spielt. Studien zeigen: Küken, die schon im Ei miteinander und mit der Mutter kommunizieren konnten, sind später oft ruhiger und besser angepasst. In industriellen Brutanstalten, wo solche natürlichen Abläufe oft unterbunden werden, fehlt den Tieren dieser wichtige Entwicklungsschritt – was Tierschutzorganisationen wie Animal Equality immer wieder kritisch hervorheben.
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