Warum Espresso manchmal gesünder sein kann

Wer morgens einen starken Kaffee genießt, kennt das Dilemma: Manchmal führt der morgendliche Filterkaffee zu Unwohlsein, Sodbrennen oder einem klopfenden Herzen. In solchen Fällen könnte ein Wechsel zu Espresso tatsächlich die bessere Wahl sein – zumindest für empfindliche Genießer.

Espresso wird unter hohem Druck und in kurzer Zeit zubereitet. Dadurch gelangen weniger säurehaltige und bittere Inhaltsstoffe in die Tasse als bei der langsamen Zubereitung von Filterkaffee. Weniger Säure bedeutet weniger Belastung für den Magen, was besonders bei empfindsamen Menschen von Vorteil ist.

Außerdem enthält eine typische Portion Espresso – also eine Tasse mit etwa 25 ml – deutlich weniger Koffein als eine ganze Tasse Filterkaffee. Während eine Filtertasse schnell auf 80 bis 100 Milligramm Koffein kommen kann, hat ein Espresso meist nur 40 bis 60 Milligramm. Das macht Espresso zu einer schonenderen Option für das Herz-Kreislauf-System, besonders für Menschen, die auf Koffein empfindlich reagieren.

Wichtig ist allerdings: Die Gesamtwirkung hängt auch von der Menge ab. Wer mehrere Espressi hintereinander trinkt, kann schnell auf ähnliche Werte wie beim Filterkaffee kommen. Dennoch zeigt die Zubereitungsart einen klaren Vorteil: Kurze Brühzeit, weniger Säure, weniger Belastung.

Wer also regelmäßig Magenprobleme oder Herzrasen nach dem Kaffeegenuss hat, könnte mit einer Umstellung auf Espresso – oder sogar auf koffeinfreie Alternativen wie Gerstentee – eine spürbare Besserung erleben. Es geht nicht um den stärkeren Kaffee, sondern um den passenderen für den eigenen Körper.

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