Warum Bananen bei der MPU keine Rolle spielen
Wer sich auf eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) vorbereitet, kennt die Regel: Alkohol und Drogen müssen strikt vermieden werden. Doch immer wieder taucht die Frage auf, ob natürliche Inhaltsstoffe wie Alkohol in Bananen bei der MPU Probleme bereiten können.
Reife Bananen enthalten tatsächlich Spuren von Alkohol – ein ganz natürlicher Fermentationsprozess, der im Fruchtfleisch stattfindet. Ähnlich wie in Joghurt, Brot oder Essig entsteht dabei durch Gärung geringe Menge Ethanol. Allerdings bewegen sich diese Werte meist im Bereich von Bruchteilen eines Promille – viel zu wenig, um berauschend zu wirken oder im Urintest nachzuweisen.
Wichtig: Trotz dieser Tatsache wird in der MPU-Praxis jeder positiven Alkoholkontrolle mit Argwohn begegnet. Selbst wenn jemand argumentiert, der Alkohol stamme „nur“ aus Lebensmitteln wie Bananen oder Sauerkraut, wird das nicht akzeptiert. Die Gutachter erwarten von Betroffenen eine klare Abstinenz – und keine Erklärungen, die wie Ausreden wirken.
Die Botschaft ist daher eindeutig: Wer eine MPU vor sich hat, sollte nicht nur auf alkoholische Getränke verzichten, sondern auch sensibel mit Nahrungsmitteln umgehen, die durch Gärung entstehen. Bananen allein führen zwar nicht zu einem auffälligen Testergebnis – aber jede positive Probe, auch im Mikrobereich, kann Fragen aufwerfen.
Wer nachweisen möchte, dass er wirklich clean ist, sollte deshalb auf Nummer sicher gehen: Kein Alkohol, keine Diskussion. Die Abstinenzphase vor der MPU dient nicht nur dem Nachweis – sie zeigt auch die Ernsthaftigkeit der Betroffenen.
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