Warum hustet man im Liegen stärker?

Wer kennt das nicht: Tagsüber ist der Husten noch halbwegs erträglich, doch sobald man sich abends hinlegt, wird er schlimmer. Besonders nachts kann das Hustenreiz ein echtes Problem werden – und den Schlaf empfindlich stören. Doch warum ist das so?

Die Antwort liegt vor allem in der Körperposition. Im Liegen fließt Schleim aus der Nase und den Nasennebenhöhlen verstärkt in den Rachenraum. Dieser Sekretfluss reizt die empfindlichen Hustenrezeptoren im hinteren Rachenbereich – das Gehirn registriert das als Reiz und löst den Hustenreflex aus. Oftmals liegt dabei ein begleitender Schnupfen vor, der die Schleimbildung verstärkt.

Trockener Husten neigt besonders dazu, sich nachts zu verschlimmern. Die Luft in beheizten Zimmern ist oft sehr trocken, was die Schleimhäute zusätzlich reizt. Dadurch fühlt sich der Hals kratzig an und der Husten wird stärker. Auch Erkältungen oder Bronchitis können solche nächtlichen Beschwerden verursachen.

Einige einfache Maßnahmen können helfen: Den Kopf etwas höher lagern, damit der Schleim besser abfließen kann, oder ein feuchtes Tuch über die Heizung legen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Manchmal bieten auch pflanzliche Mittel wie Efeu- oder Thymianpräparate Linderung, da sie schleimlösend und hustenreizmindernd wirken.

Wenn der nächtliche Husten jedoch über mehrere Wochen anhält oder mit Atembeschwerden einhergeht, sollte man einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.

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