Warum Schiffe Ballastwasser ablassen

Wenn Schiffe auf große Reisen gehen, verändern sie oft ihr Gewicht – etwa wenn sie Güter löschen oder neue Ladung aufnehmen. Um das Gleichgewicht zu halten und stabil zu bleiben, nehmen sie Ballastwasser in spezielle Tanks auf. Dieses Wasser sorgt dafür, dass der Tiefgang stimmt und das Schiff sicher durch die See fährt.

Doch das Ein- und Auslassen von Ballastwasser birgt ein großes Problem: In diesem Wasser reisen oft winzige „blinde Passagiere“ mit. Dazu gehören Bakterien, Algen, Krebse und andere Meeresorganismen, die unbemerkt in die Tanks gespült werden. Wenn das Schiff später in einem anderen Teil der Welt – oft nahe der Küste – das Ballastwasser wieder ablässt, gelangen diese Tiere und Pflanzen in fremde Gewässer.

Diese eingeführten Arten können heimische Ökosysteme stark beeinträchtigen. Manche vermehren sich schnell, verdrängen einheimische Lebewesen oder bringen Krankheiten mit. Ein bekanntes Beispiel ist die Chinesische Miesmuschel, die durch Ballastwasser nach Europa kam und heute heimische Arten verdrängt.

Deshalb gibt es heute strenge internationale Regeln, wie Ballastwasser behandelt und gefiltert werden muss, bevor es abgelassen wird. Ziel ist es, die Verbreitung von Schadorganismen zu stoppen und die Meere zu schützen. Schiffe müssen heute oft spezielle Reinigungssysteme nutzen – ein wichtiger Schritt, um die marine Vielfalt zu bewahren.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen